Krippe
Liebe Eltern! Wenn Sie ein Baby oder Kleinkind haben und sich nicht sicher sind, ob sie es zur Betreuung in eine “Einrichtung” geben, es “Professionellen” anvertrauen sollen - Sie sind wichtig für Ihr Kind, als Mutter, als Vater, als Großeltern!
Geben Sie Ihrem Kind Ihre Liebe, Ihre Fürsorge, die verlässliche Gewissheit, dass Sie es nicht verlassen - wenn es irgend möglich ist!
Gedanken aus der Schweiz zum Thema Krippe
Jesper Jul zum Thema Kleinkindbetreuung
Krippenbetreuung als ambivalentes Unternehmen - ausführlicher, differenzierter Text aus Psychologensicht
Appell des (krebskranken, kurz danach verstorbenen) Kinderpsychologen Wolfgang Bergmann (März 2011)
Neue Wege für Kinderbetreuung - Spielgruppen (Beispiel Brandenburg)
Qualität der Betreuung in Krippe und Kita - ein Problem (?)
Buchvorstellung “Das furchtbare Schreien der Kinder”
Sie werden unendlich beschenkt werden in dieser “Liebesbeziehung” mit Ihrem Kind, das Ihnen anvertraut ist! Haben Sie keine Scheu, sich gegen den “Mainstream”, die öffentliche Meinung(s-mache), zu stellen! Persönlicher Bericht von Eva Herman
Keiner kümmert sich so individuell und liebevoll um Ihr Kind wie Sie! Ihr Kind und Sie sind unendlich wertvoll und wichtig füreinander! Lassen Sie sich die persönliche Sorge nicht nehmen bzw. deren Wichtigkeit und Wert ausreden. Es ist wichtig auch für die dauerhaft gesunde Entwicklung Ihres Kindes!
Traumatische Erfahrung mit Kinderkrippen in der DDR (Erfahrungsbericht einer Betroffenen)
Unterstützung der Familie - Betreuung durch den Staat - Zahlen, Daten, Fakten
Interview mit der Kinderärztin Maria Steuer zum Thema Krippenbetreuung
Interview mit der Kinderpsychologin Christa Meves
Der Freundeskreis kinderreicher Familien in Österreich - Argumentation und (unbefriedigende) Antworten aus der Politik
Zur Kinderbetreuungssituation in Schweden und Frankreich
Bericht der Bertelsmann-Stiftung - Aber: Ist das wirklich gut für die Kinder?
Gedanken zur Krippendiskussion und Kindesentwicklung: (20.6.2010)
Das Elterngeld für per Hartz 4-unterstützte Eltern soll demnächst wohl gestrichen werden, damit diese Eltern (Mütter!) einen “Anreiz” haben, arbeiten zu gehen, nicht in der “sozialen Hängematte” zu liegen.
Allerdings braucht ein Baby, ein Kleinkind sehr viel Liebe, Betreuung, Zuwendung, Zeit!
Es wird argumentiert, das könnten Krippen mit professionellen Betreuern “besser” leisten als die Eltern.
Dazu ein Artikel (mit 2 interessanten Links!)
Mit der Kinderbetreuung in Schweden, die hier immer wieder als vorbildlich dargestellt wird, befasst sich auch die Schwedin Anna Wahlgren in einem Text.
Interview in “Die Welt” mit Anna Wahlgren
Aktuelle Meldungen zeigen, dass das “Vorzeigeland” Schweden inzwischen mit seiner Politik gegensteuert - und Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen wollen, ein Betreuungsgeld (300 Euro monatlich) zahlt!
Momentan erscheinen in deutschen Blättern immer wieder Artikel wie dieser, die Eltern ermuntern wollen, ihre Kinder in frühkindliche Betreuung (zwecks “frühkindlicher Bildung”) zu geben - was ja momentan staatlich-politisch gefördert und erheblich ausgebaut wird.
Wo bleibt die LIEBE? Wie liebt eine Mutter (oder auch eine Großmutter) ihr Kind - und staunt über jede Kleinigkeit, die von ihm kommt! Beobachten Sie mal ein Kleinkind oder ein Baby mit seiner Bezugsperson! Man staunt über die Vielfalt und den Reichtum der (nonverbalen) Kommunikation mit ganz vielen Mitteln: Imitation, Erweiterung, unterschiedlichste Spielanreize, Lächeln und Reaktion, Geräusche.
Durch diese unzähligen “Kleinigkeiten” wird das Gehirn eines Babies geprägt. Nervenbahnen werden gebildet, Zellen vernetzt. Die Hirnaktivität in diesen Jahren ist prägend für das ganze spätere Leben! Denn in dem Maße, wie sich das Gehirn in den ersten 3 Jahren entwickelt und reift, geschieht es später nie wieder!
Kinder und Babies untereinander kommunizieren wenig miteinander! Es beginnt erst ab dem Alter von 2,5 oder 3 Jahren, dass Kinder mehr voneinander wahrnehmen und miteinander zu kommunizieren beginnen (vorher teilweise Imitation, eher zufälliges Miteinander).
Das ist nicht mit einer gelingenden, in der Begegnung stetig wachsenden Eltern-Kind-Beziehung zu vergleichen, die ganz individuell ist.
Wie viel Zeit hat eine professionelle Erzieherin für diese “liebevolle, prägende Kommunikation”?
Die Eltern integrierende Alternativen zur Krippe:
Mir scheint es psychologisch sinnvoller und auch nachhaltiger, als die Kinder per “Krippe” von der Mutter zu trennen, Angebote für junge Mütter bzw. Väter gemeinsam MIT ihren Kindern (1-2 mal wöchentlich) zu erstellen. Diese sollten besonders für benachteiligte Familien kostenlos zugänglich und einladend sein. Sie führen dazu, dass Eltern einander kennenlernen - und nicht mehr so vereinzelt da stehen. Sie können Müttern (und die übernehmen doch meist immer noch die Erziehungsverantwortung!) wichtige Anregungen und Hilfen für den Umgang mit den Kindern geben. Sie fördern das Gespräch - und die Sprachfähigkeit! Sie zeigen Müttern, dass sie mit ihren Problemen nicht allein sind. Es könnten sich, bei Interesse, “Mütter- bzw. Familiennetzwerke” bilden! Dieses ist besonders für Eltern wichtig, die selbst aus einem wenig unterstützenden Elternhaus kommen, und so viele Dinge gar nicht kennen, die für uns selbstverständlich sind. Vielleicht bringen jedoch auch sie interessante kulturelle Besonderheiten mit, die man aufgreifen kann.
Man darf die Kinder dabei nicht “überfordern” - denn wirklich strukturiertes Spiel beginnt eigentlich erst im Alter von etwa 2 Jahren. Vorher erscheinen Fähigkeiten und Interessen, die sich gut individuell spielerisch aufnehmen lassen (Kuckuck, Bauklotztürme umwerfen, gezielt greifen und rasseln, Türmchen bauen,…). Die Freude an der Begegnung, aber auch mal nur Beobachtung der kindlichen Verhaltensweisen steht dabei im Zentrum! (GERNE LEBEN MIT KINDERN…)
So sitzen dann die Mütter, wenn sie keine Arbeit haben, nicht morgens vorm Fernseher, fangen vor Langeweile an zu trinken oder Computer zu spielen. Sondern auch ihre Persönlichkeit wird gestärkt, die Eltern-Kind-Beziehung angeregt, der Kontakt zur Umwelt wird gefördert, und damit auch die Integration (mit gegenseitiger Bereicherung!) von Müttern aus anderen Kulturkreisen.
Berichte über eine Tagung des “Familiennetzwerks Deutschland” zum Thema “Was ist das Geheimnis erfolgreicher Bildung?” in Düsseldorf.
Entwicklungen und Veränderungen in der deutschen “Familienpolitik”:
Wenn man Eltern die finanzielle Unterstützung nimmt (Sparpläne!), zwingt man sie in Armut und den Kampf ums Dasein. Die Politik nimmt momentan gerade den Ärmsten der Eltern noch weiter die Unterstützung.
Mit der Einführung des Elterngelds in 2007 wurde bereits die Unterstützung für Gering- bzw. Nichtverdiener - im Gegensatz zum vorher gezahlten Erziehungsgeld, das noch “sozial” war - mal eben halbiert bzw. gedrittelt. Das Erziehungsgeld wurde Eltern, die wenig hatten, über 2, in By und BW 3 Jahre gezahlt. Es betrug den derzeitigen Sockelbetrag des heutigen Elterngeldes, 300 Euro. Bei höheren Einkünften wurde Erziehungsgeld nur für 6 Monate oder, bei Höchstbeträgen, gar nicht bezahlt. Diese Eltern können die Kinderbetreuung aus eigener Kraft finanzieren, das war der Gedanke dabei.
Das (hochgelobte) Elterngeld zahlt den Eltern, die Geld haben / beruflich verdienen, mehr, den finanziell schlechtergestellten Eltern weniger - und bald wohl gar nichts mehr. Die Gesamtausgaben steigen dadurch!
Die “soziale Schere” geht immer weiter auseinander - wen wundert das unter diesen (selbstgemachten) Voraussetzungen?
Kinderbetreuung ist Arbeit, und zwar eine sehr persönlich fordernde, wichtige und unverzichtbare! Dieses wird heutzutage von führenden Stellen verschwiegen, geleugnet, erfährt keinerlei Achtung. Das zeigt sich klar bei älteren Frauen, die unter vollem Einsatz 3, 4 oder mehr Kinder groß gezogen haben - und nun 200 oder 300 Euro Rente monatlich bekommen.
Anerkennung sähe anders aus… .